AiF-Präsident

Politik hält Wort - Budget der Industriellen Gemeinschaftsforschung im Bundeshaushaltsgesetz 2021 auf bislang höchstem Niveau

AiF-Präsident Prof. Dr. Sebastian Bauer /

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Berlin (ots) - Erstmals in ihrer Geschichte, seit 1954, ist das Budget für die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) zur Förderung von Innovationsaktivitäten des forschungsaffinen deutschen Mittelstands auf das Jahresniveau von 200 Millionen Euro gehoben worden. Diese Summe wurde mit dem Bundeshaushaltsgesetz 2021 Ende 2020 beschlossen.

"Die Politik hat Wort gehalten: Wir begrüßen es sehr, dass der in dieser Höhe lange angestrebte Mittelaufwuchs für die IGF nun im Haushaltsgesetz für das Jahr 2021 vom Bundeshaushaltsgeber bewilligt wurde", erklärte der Präsident der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. Prof. Dr. Sebastian Bauer. "Gerade in Krisenzeiten stärken Innovationen von kleinen und mittleren Unternehmen deren aktuelle und künftige Wettbewerbsfähigkeit, auch über die deutschen Grenzen hinaus. Insofern ist es eine gute Entwicklung, dass in den vergangenen Monaten trotz der Corona-Pandemie weit mehr Anträge auf Forschungsförderung bei uns eingingen als in den Jahren zuvor", so Bauer weiter. "Wir haben uns deswegen auch sehr gefreut, dass das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des zweiten Nachtragshaushalts 2020 zusätzliche 36 Millionen Euro für die IGF zur Verfügung stellte. Und die nun für 2021 bereitgestellten 200 Millionen Euro für die IGF sind angesichts der Folgewirkungen der Corona-Pandemie ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung."

Denn trotz der guten Nachricht: Längst nicht alle Vorhaben, die von den über 200 unabhängigen Gutachtern als "sehr gut" bewertet worden seien, könnten aufgrund des begrenzten Budgets realisiert werden. Dazu bedürfe es einer mittel- bis langfristigen Lösung, betonte Bauer. "Wünschenswert wäre eine stabile und damit kontinuierlich wachsende finanzielle Stärkung der IGF. Sie würde für alle Beteiligten - für die mittelständischen Unternehmen, die Forschungseinrichtungen und -vereinigungen und letztendlich auch für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie - Planungssicherheit mit noch stärkeren Effekten auf Innovationskraft, Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze und auch Steueraufkommen bewirken", sagte der AiF-Präsident. Dazu schlug er eine "Initiative zur Förderung von Innovationen im Mittelstand" vor, die unter anderem einen definitiven jährlichen Mittelaufwuchs zugunsten der IGF und damit der anwendungs- und transferorientierten sowie technologieoffenen Forschung zugunsten mittelständischer Unternehmen vorsehen sollte. Analog zum "Pakt für Forschung und Innovation" sollten im Rahmen der betreffenden Initiative auch die staatlich bereitgestellten Fördermittel für die Industrielle Gemeinschaftsforschung dauerhaft dynamisiert werden.

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F-T-K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2019 setzte die AiF über 496 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie 12,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte 238.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt:



Frauke Frodl, Pressereferentin AiF Forschungspolitik, Telefon: +49 30 64475 215, E-Mail: frauke.frodl@aif.de


Original-Content von: AiF e.V., übermittelt durch news aktuell

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