Sozialer Meilenstein - 50 Jahre Schülerunfallversicherung für alle Kids

München (ots) - Anmoderationsvorschlag: Auf der Treppe zum Klassenraum gestolpert, im Schulsport unglücklich gefallen, auf dem Schulweg mit dem Fahrrad ausgerutscht, in der KiTA auf dem Klettergerüst verletzt - wenn in der Schule, in der KiTa und in der Uni oder auf dem Weg hin oder zurück ein Unfall passiert, ist das ein Fall für die gesetzliche Schülerunfallversicherung - kurz SUV. Am 1. April 1971 wurde sie im gesamten Bundesgebiet eingeführt, um Kindern und Jugendlichen so gut und so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu helfen - und zwar mit allen geeigneten Mitteln. Für uns ist das heute selbstverständlich. Tatsächlich war die Einführung der SUV aber ein echter Meilenstein. Mehr dazu von Helke Michael.

Sprecherin: Bevor die gesetzliche Schülerunfallversicherung am 1. April 1971 eingeführt wurde, war die Krankenversicherung zuständig. Die kümmerte sich aber nur um die medizinische Behandlung. Bei Folgeschäden waren Kinder, Jugendliche und deren Familien auf sich allein gestellt.

O-Ton 1 (Klaus Hendrik Potthoff, 18 Sek): "Und das war natürlich ein Missstand. Darauf hat der Bundesgerichtshof 1967 hingewiesen, als er eine Klage einer Schülerin abweisen musste, die sich im Sportunterricht schwer verletzt hatte. Und diese Kritik des Bundesgerichtshofs am damals geltenden Recht hat dazu geführt, dass das Recht sich geändert hat, der Sozialstaat sich weiterentwickelt hat."

Sprecherin: Erklärt Klaus Hendrik Potthoff von der Kommunalen Unfallversicherung Bayern. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist die Vorsorge. Und wenn trotz allem doch mal was passiert, bekommen die Familien umfassende Hilfe - und zwar aus einer Hand.

O-Ton 2 (Klaus Hendrik Potthoff, 23 Sek): "Gerade bei schweren Verletzungen ist es ja so, dass sich das komplette Leben ändert. Wir planen dann mit der verletzten Person oder den Eltern eine neue Berufsausbildung oder bauen sogar eine Wohnung behinderungsgerecht um. Die Eltern des verletzten Kindes haben dann nicht mit vielen Behörden zu tun, sondern nur mit einer Ansprechperson der gesetzlichen Unfallversicherung. Und wir legen dabei hohen Wert auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Betroffenen und den Eltern."

Sprecherin: Millionen von Familien wird damit eine enorme Last genommen. Allein in Bayern gibt es in einem normalen Jahr rund 180.000 Fälle, in denen die Schülerunfallversicherung greift.

O-Ton 3 (Klaus Hendrik Potthoff, 18 Sek): "Jetzt während der Pandemie durch das Home Schooling natürlich weniger. Aber normalerweise sind es rund 500 Unfälle am Tag, die sich entweder in der Schule, in der KiTa oder in der Ausbildungsstätte oder Hochschule ereignen. Versichert sind auch die Wege dorthin und zurück oder schulische Veranstaltungen. Und die Kosten dafür belaufen sich jährlich auf rund 100 Millionen Euro."

Sprecherin: Das ist eine Menge Geld, für das aber weder Eltern noch Schüler tiefer in die Tasche greifen müssen.

O-Ton 4 (Klaus Hendrik Potthoff, 7 Sek): "Die Kosten der gesetzlichen Unfallversicherung tragen das jeweilige Bundesland und die Kommunen - bei uns in Bayern also von Freistaat Bayern und den Bayerischen Kommunen."

Abmoderationsvorschlag: 50 Jahre Schülerunfallversicherung. Das heißt, seit 50 Jahren sind alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland in KiTa, Schule, Hochschule, Ausbildungsstätte und im Rahmen von schulischen Veranstaltungen abgesichert, ohne dass sich Eltern darum kümmern oder irgendwelche Beiträge zahlen müssen. Mehr Infos zu den Leistungen finden Sie auch noch mal auf der Website der Kommunalen Unfallversicherung Bayern unter kuvb.de.

Pressekontakt:



Eugen Maier
Referat Kommunikation
Tel. 089 36093 119
E-Mail: eugen.maier@kuvb.de


Original-Content von: Kommunale Unfallversicherung Bayern, übermittelt durch news aktuell

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