Lehrerverband sieht Lockerung der Quarantäne-Regelungen für Schüler in NRW kritisch

Bonn (ots) -

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL), Heinz-Peter Meidinger, kritisiert die Entscheidung der nordrhein-westfälischen Landesregierung, die Quarantäneregelung für Schüler zu lockern. "Ich glaube, dass die Entscheidung Nordrhein-Westfalens zu weit geht, die Quarantäne quasi komplett aufzuheben, außer für die Infizierten selbst", so Meidinger im phoenix-Interview. "Die Freitestung, auch die der unmittelbaren Sitzbanknachbarn eines infizierten Schülers, ist problematisch." Gerade in den ersten Tagen der Infektion seien die Schnelltests dazu nicht zuverlässig genug, so der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes. "Deswegen wären wir vom Lehrerverband auf jeden Fall dafür, die unmittelbaren Banknachbarn zunächst einmal in eine kurzzeitige Quarantäne zu nehmen und dann die Freitestung zuzulassen."

Dass Schüler nach den früheren Regelungen 14 Tage in Quarantäne hätten gehen sollen, sehe er zwar als "Unsinn". "Aber jetzt komplett darauf zu verzichten und nur noch Infizierte zu Hause zu lassen - das geht zu weit." Meidinger räumte ein, dass Quarantäneregelungen für Schüler auch die Bildungsgerechtigkeit beeinflussten. Dennoch müssten die Maßnahmen aus gesundheitlicher Sicht betrachtet werden. "Ich glaube nicht, dass wir wegen der Bildungsgerechtigkeit Quarantänemaßnahmen zu sehr lockern sollten."

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