VDA-Präsidentin Müller

"Es war ein friedliches Fest der Mobilität - für uns war die Messe ein voller Erfolg!" - Verband der Automobilindustrie zieht positive Bilanz der IAA MOBILITY in München

München (ots) -

Anmoderation:

Heute Abend (12.09.) endet die IAA MOBILTY in München. Unter dem Motto "What will move us next" präsentierte sich die Branche zukunftsorientierter denn je. 744 Aussteller und 936 Redner aus 32 Ländern haben gut eine Woche lang ihre Innovationen und Visionen für die klimaneutrale Mobilität der Zukunft vorgestellt und diskutiert. Mit der Premiere der IAA MOBILITY 2021 hat der Verband der Automobilindustrie als Ausrichter zudem Messegeschichte geschrieben, indem das das Konzept völlig neu ausgerichtet wurde: die IAA ist keine reine Autoshow mehr, sie hat sich zu einem für alle offenen Event entwickelt, das die gesamte Bandbreite gegenwärtiger und künftiger Mobilitätsangebote umfasst. Dabei wurde die Mobilität von morgen für die Besucherinnen und Besucher an drei unterschiedlichen Locations erlebbar gemacht: auf dem "Summit", also dem Messegelände selbst, dem "Open Space" in der Münchener Innenstadt sowie auf der "Blue Lane", einer innerstädtischen Teststrecke für nachhaltige Mobilität. Dort kamen insgesamt 255 Fahrzeuge zum Einsatz, die für sage und schreibe rund 7.000 Testfahrten gebucht wurden.

Wir haben uns mit VDA-Präsidentin Hildegard Müller über ihre persönliche Bilanz der IAA MOBILITY 2021 unterhalten:

1. Frau Müller, die IAA MOBILITY geht heute zu Ende. Wie sieht Ihre Bilanz der sieben Messetage in München aus?

Also es ist wirklich ein friedliches Fest der Mobilität geworden und deshalb sind wir sehr zufrieden mit dem neuen Konzept. Ich glaube, wir haben eine Plattform für die Mobilität der Zukunft geschaffen, mit verschiedenen Verkehrsträgern, die ganz vorne sind bei der Diskussion über Klimaschutz, über Digitalisierung und auf der anderen Seite die sehr kritisch, konstruktiv und offen über die Frage "Wie wird Mobilität der Zukunft sich verbinden und die Verkehrsträger vernetzen", führen können. Also für uns ein voller Erfolg. Wir sind sehr froh und sehr glücklich.

2. Die IAA MOBILITY in München war Ihre erste Großveranstaltung als VDA-Präsidentin - Hand auf's Herz: Wie erleichtert sind Sie, dass alles gut gegangen ist?

Der Mut, den wir gezeigt haben, sage ich jetzt mal, diese Veranstaltung durchzuführen, hat sich als richtig erwiesen, sie zu planen. Wir hatten ein gutes Hygiene-Konzept, die Menschen konnten sich sicher fühlen. Und wenn wir jetzt über rund 400 000 Besucherinnen und Besucher hatten, liegen wir sogar- wenn ich das vergleichen darf, über den durchschnittlichen Zahlen mit der IAA in Frankfurt. Und das trotz Corona. Wir hatten Besucher aus über 95 Ländern, 744 Aussteller, Redner aus 32 Ländern. Und dass trotz dieser Coruna Situation darstellen zu können, hat bewiesen: die Diskussion über die Zukunft der Mobilität, die muss heute geführt werden. Sie müssen Städten geführt werden in ländlichen Räumen. Das kann nicht warten. Und dann muss man auch als Veranstalter mutig sein. Natürlich bin ich sehr froh, dass das Konzept jetzt so gut angenommen worden ist. (0:46)

3. Der VDA hat die IAA völlig umgekrempelt: weg von der klassischen Automobilmesse, hin zu einem für alle offenen Event. Wie hat sich das neue Konzept aus Ihrer Sicht bewährt?

Wichtig ist ja immer, wie es angenommen wird. Wir haben sowohl den sehr qualitativen Fachbesucher-Austausch gehabt in den ersten Tagen auf dem Summit zum Beispiel. Eine sehr interessante Konferenz, in der über die Zukunftsfragen der Mobilität diskutiert worden ist und technische Entwicklungen. Und auf der anderen Seite ist das "Open Space" sofort von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen worden. Es war von Anfang an eine sehr offene Atmosphäre. Es gab ganz viel Dialog, ganz viel Austausch. Nicht jeder hat sich an diesem Austausch beteiligt. Manche wollten lieber in ihrem alten Denken verharren und haben gegen uns protestiert. Das bleibt jedem unbenommen. Aber ich glaube, die Mobilität der Zukunft muss uns alle zusammenbringen. Wir müssen das Verbindende suchen, offen sein. Und das gilt natürlich auch für unsere Gegner. (0:432)

4. Wie groß war das Interesse der Politik an der Messe und haben auch Prominente die Messehallen besucht?

Wir hatten wirklich sehr viele Ministerinnen und Minister da. Wir hatten Delegationen aus ganz vielen Ländern, die sich ein Bild verschafft haben, und es war natürlich ein sehr wichtiges Zeichen auch für die Exportnation Deutschland, dass die Bundeskanzlerin diese Messe eröffnet hat. Die Automobilindustrie ist eine der tragenden Säulen für Wachstum und Wohlstand in diesem Land. Und wir haben schon gerade von den Fachbesucher aus anderen Ländern gehört, dass sie sich von ihren Regierungschefs ein ähnliches Commitment erwarten. Und ich fand den Satz der Kanzlerin besonders stark als sie sagte: "Wir sind sicherlich Teil der Herausforderungen. Vor allem sind wir aber Teil der Lösung!" Und das ist genau das Verständnis, was wir als Autoindustrie auch haben. Klimaneutralität ist uns die wichtige Aufgabe. Und wenn wir damit weltweit auch ein Signal geben können, dann ist das gut fürs Klima. Es ist gut für den Standort, gut für die Beschäftigten und vor allem natürlich auch gut für die Menschen, die mit ihrer Mobilität jeden Tag auch unterwegs sein möchten. (0:52)

5. Was waren Ihre persönlichen Highlights auf dieser ersten IAA MOBILITY?

Mich hat wirklich dieses besondere Miteinander, das wieder möglich war, begeistert. Ich war auch abends noch mal unterwegs und habe diese Atmosphäre aufgenommen, das wirklich eine tolle Atmosphäre gewesen ist. Und dann fand ich noch ganz besonders herausragend für mich persönlich: ich bin das erste Mal autonom in einem Fahrzeug mitgefahren und ich glaube, das ist eine ganz tolle Zukunft, die dort vor uns liegt, das Fahren noch sicher noch klimaschonende zu machen. Also das fand ich auch persönlich sehr spannend. (0:27)

6. Sie hatten sehr viel Kontakt mit den Ausstellern. Gibt es von denen schon Signale für 2023?

Mein persönlicher Schrittzähler ist in dieser Woche explodiert. Das ist gut für meine Gesundheit, aber hat mir natürlich auch die Möglichkeit gegeben, wirklich ganz viele Gespräche auch zu führen mit den Ausstellern, egal ob Hersteller, Zulieferer, Start up Fahrrad-Hersteller, aber auch mit Besucherinnen und Besuchern. Wir haben jetzt ein erstes, sehr positives Feedback bekommen. Es hat an der einen oder anderen Stelle auch gruckelt, das gehört glaube ich dazu bei einem Großevent dieser Art. Wir werden das jetzt nach den ersten Eindrücken aber sehr strukturiert aufnehmen, aufbereiten, mit der Stadt München sprechen, mit dem Land, aber auch mit den Herstellern und Zulieferern, um das Konzept weiterzuentwickeln, so dass ich sehr sicher bin: in zwei Jahren wird es noch besser! (0:40)

7. Erstmals waren auf der IAA auch Fahrradhersteller und deren Zulieferer vertreten. Wie hat das Miteinander zwischen Auto, Hightech und Zweirad funktioniert?

Es hat wirklich sehr gut geklappt und es zeigt, dass wir auch im täglichen Leben der Menschen die Verkehrsträger sich vernetzen. Genauso ist das hier gewesen. Wir haben Zulieferer, die liefern sowohl im Bike-Bereich als auch für die Autoindustrie Komponenten für Elektroantrieb oder anderes mehr. Also man ist sich schon viel näher, als man heute manchmal denkt und auf der anderen Seite hat es sich gut und intelligent untereinander befruchtet. Vielleicht kommt das räumlich sogar manchmal noch enger zusammenrücken lassen, als was dieses Mal hatten. Aber auf jeden Fall haben auch gerade die Hersteller diese Mobilitätsmesse sehr bereichert. (0:31)

8. Wie erwartet hat es auch Demonstrationen gegeben. Wird das auch in Zukunft bei einer IAA dazu gehören?

Eine andere Auffassung zu haben, das ist legitim. Wir leben Gott sei Dank in einer Demokratie, wo das richtig ist. Und unterschiedliche Meinungen bringen Sie, wenn man denn offen und bereit für Diskurs ist, auch weiter. Bedauerlich ist, dass einige sich der Diskussion verweigern, auch auf Mittel setzen, die auch andere Menschen nötigen. Wenn man sich von Brücken absieht, gefährdet man auch das Leben von anderen Verkehrsteilnehmern. Man sollte sich davon distanzieren und dann bin ich sicher, kann eine große neue Bewegung für eine konstruktive Mobilitäts-Diskussion entstehen. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, aber wir fordern natürlich auch andere auf und reichen auch die Hand, mit uns dieses Gespräch zu führen. (0:36)

9. Kritiker haben im Vorfeld der Mobilitätsmesse den Sinn und Zweck einer solchen Veranstaltung in Frage gestellt. Warum hat sich im Rückblick auf die Tage in München gezeigt, dass es die IAA gerade in diesen Zeiten des Wandels braucht?

Ich kann es nicht für andere Menschen und Branchen sprechen, aber wir haben ja so ein wichtiges Thema, was die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes bewegt. "What will move us next" war das Motto. Es ist ganz praktisch gemeint, aber es ist glaube ich, auch in den Köpfen gemeint: Was wird sich für uns verändern? Mobilität ist ein ganz wichtiges Thema. Es bedeutet Teilhabe für jeden von uns am beruflichen Leben, die Familie zu organisieren und vieles anderes mehr. Und gerade ist mir mal wichtig, nicht nur auf die städtischen Räume, sondern auf die ländlichen Regionen zu sehen. Und wenn wir da einen Beitrag zu leisten können durch dieses neue Konzept, ist das richtig. Und ich glaube, es hat sich bewiesen, dass dieses Konzept die Menschen auf eine besondere Art auch persönlich verbindet mit dieser Diskussion. Insofern sehr gelungen für uns. (0:44)

10. Wie hat die Zusammenarbeit zwischen dem VDA und der Messe München GmbH funktioniert und gibt es schon Pläne für 2023?

Ja, ich bin wirklich sehr dankbar. Ich bin dankbar für die Zusammenarbeit auch mit den offiziellen Stellen in der Stadt München und dem Freistaat Bayern. Ich bin dankbar für die Einsatzkräfte, Sicherheitskräfte, für die Polizei, die wie ich finde, sehr umsichtig dafür gesorgt haben, dass dieses Fest auch friedlich ablaufen konnte. Der Erfolg bestätigt uns, auch wenn es viel Kraft gekostet hat, so weiterzumachen. Das schönste Dankeschön sind ja die vielen Besucher, die sich interessiert zeigen und die wir gewinnen konnten. (0:24)

Abmoderation:

Hildegard Müller, Präsidentin des VDA mit ihrer Bilanz der IAA MOBILITY. Diese fand in diesem Jahr unter dem Motto "What will move us next" und zeigte das gesamte Spektrum gegenwärtiger und künftiger Mobilitätsangebote. Insgesamt waren über 700 Aussteller aus aller Welt vertreten, darunter Automarken, Fahrradhersteller und führende Player der Tech-Branche sowie alle wichtigen Unternehmen der Zulieferindustrie. Die nächste IAA MOBILITY wird vom 5.- 10. September 2023 wieder in München sattfinden.

Pressekontakt:



VDA: Dr. Lutz Meyer, 030 897842121
Messe München GmbH, Susanne Bömmel, 089 949 20427
all4radio: Hannes Brühl, 0711 3277759 0


Original-Content von: VDA - Verband der Automobilindustrie e.V., übermittelt durch news aktuell

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