Stomaversorgung steigert Lebensqualität

Darauf kommt es bei der Stomapflege an

13.10.2021
Neuwied (ots) -

In Deutschland leben rund 160.000 Menschen mit einem künstlichen Darm- oder Blasenausgang. Auch wenn das Stoma zunächst ungewohnt sein mag, können Patienten ein selbstbestimmtes und glückliches Leben führen. Die Stomaversorgung reduziert nicht nur lebensbedrohliche Situationen und mildert Krankheitsverläufe, sondern trägt für die Betroffenen zu einer besseren Lebensqualität bei. Um Komplikationen von Vornherein auszuschließen, ist die sorgfältige und gewissenhafte Pflege eines Stomas unerlässlich.

Was ist ein Stoma?

Das Wort Stoma kommt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet "Mund" oder "Öffnung". Hierbei handelt es sich um eine künstlich geschaffene Öffnung von einem Hohlorgan zur Körperoberfläche, um beispielsweise Stuhl oder Urin abzuleiten. Neben dem künstlichen Darmausgang (Enterostoma), bei dem zwischen dem Dünndarm- (Ileostoma) und Dickdarmausgang (Colostoma) unterschieden wird, gehören der künstliche Blasenausgang (Urostoma), das Magen-Stoma (Gastrostoma) und der künstliche Luftröhrenausgang (Tracheostoma) ebenfalls zu den Stomata. Ein Stoma unterstützt Patienten beim Aufnehmen oder Ausscheiden, wenn diese nicht mehr selbständig dazu in der Lage sind. Die Gründe für eine Stomaversorgung sind vielfältig. Die häufigste Ursache sind Krebserkrankungen, insbesondere Blasen- und Darmkrebs, aber auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa, erblich bedingte Erkrankungen oder Stuhl- und Harninkontinenz. Ein Stoma kann wesentlich dazu beitragen, Krankheitsphasen und Krankenhausaufenthalte zu reduzieren oder operierte Darmabschnitte bei der Heilung zu unterstützen, indem Darminhalte umgeleitet werden. Abhängig von der Erkrankung oder Operation ist die Stomaversorgung entweder eine vorübergehende Lösung oder lebenslang notwendig. In manchen Fällen, etwa bei einem künstlichen Darmausgang, kann eine Stoma-Rückverlegung möglich sein, bei der die Öffnung geschlossen und die normale Darmfunktion wieder angeregt wird.

Stomaversorgung für individuelle Bedürfnisse

Die Stomaversorgung wird an der Öffnung der Körperoberfläche angebracht und schützt die umliegende Haut vor Ausscheidungen. Prinzipiell besteht sie aus einem Hautschutz und einem Beutel, wobei heutzutage zwischen ein- oder zweiteiligen Stomasystemen unterschieden wird. Bei einteiligen Systemen ist der Beutel fest mit der Hautschutzplatte verbunden und bei einem Wechsel wird das gesamte System entfernt. Einteilige Stomasysteme haben den Vorteil, dass sie besonders flach und dadurch weniger auffällig sind. Der regelmäßige Wechsel ist zwar hygienischer, strapaziert jedoch die Haut. Demgegenüber sind zweiteilige Systeme hautschonender und der tägliche Wechsel ist nicht so zeitaufwendig. Sie bestehen aus einer Basisplatte und einem separaten Beutel, der entweder an der Platte angeklebt oder mit einem Verschluss befestigt wird. Der Beutel kann einfach gewechselt werden, ohne die Basisplatte zu entfernen. Aufgrund ihrer Bauweise sind zweiteilige Systeme zwar praktischer, dafür aber weniger diskret.

Das ist beim Versorgungswechsel und der Stomapflege zu beachten

Die tägliche und sorgfältige Pflege der Stomaversorgung gehört zu den grundlegenden Pflichten, um Infektionen und Hygieneprobleme vorzubeugen. Während einteilige Systeme bis zu dreimal täglich komplett gewechselt werden müssen, wird bei zweiteiligen Systemen der Beutel mehrfach täglich und die Basisplatte nach drei Tagen gewechselt. Neben einem ruhigen Ort, ausreichend Platz und Zeit benötigen Patienten für das Entleeren oder den Wechsel des Stomabeutels wichtige Utensilien, wie eine neue Stomaversorgung, Reinigungstücher, Entsorgungstüten, Messschablone, Markierungsstift und Stomaschere. Beim Entfernen der Basisplatte ist darauf zu achten, diese vorsichtig von oben nach unten abzuziehen und die Haut oberhalb der Stomaversorgung mit der Hand zu fixieren. Das Stoma und die umliegende Haut werden vorsichtig mit Wasser und feuchten Vlies-Kompressen gereinigt und anschließend vorsichtig trocken getupft. Vor dem Anbringen der neuen Stomaversorgung muss die Basisplatte mit einer Messschablone und Stomaschere zugeschnitten werden. Wenn die Haut entzündet ist, kann vorab eine nicht fettende Hautcreme aufgetragen werden. Wer sportlich aktiv ist, benötigt neben den Hilfsmitteln für die Stomapflege eine individuell angepasste Stomabandage, die einen Gegendruck bei Belastung des Bauchraums erzeugt. Für Wassersportarten gibt es spezielle Wasserschutzgürtel.

Rundum-Unterstützung für Stomapatienten

Das Thema Stoma ist in der Öffentlichkeit noch immer ein Tabuthema. Dennoch können sich Stomapatienten gewiss sein, dass sie nicht allein sind. Neben Freunden und Familie, die sie einbeziehen können, gibt es Selbsthilfegruppen, in denen sich Betroffene austauschen. Im Krankenhaus oder auch zu Hause sind Stomatherapeuten für die Patienten da und zeigen, wie der tägliche Versorgungswechsel gelingt und was es dabei zu beachten gilt. Patienten, die die Stomapflege aufgrund ihrer Grunderkrankung nicht allein durchführen können, erhalten Unterstützung durch geschultes Pflegepersonal oder einen Pflegedienst. TransCare weiß um die Bedürfnisse von Stomapatienten und legt ein besonderes Augenmerk darauf, diese mit zuverlässigem Service sowie persönlicher und individueller Beratung auf ihrem Weg zurück ins Leben und den Alltag bestmöglich zu unterstützen.

Über die TransCare Service GmbH

Die TransCare Service GmbH ist ein überregionales HomeCare-Unternehmen, das Patienten im ambulanten Bereich mit medizinischen Hilfsmitteln ausstattet. In enger Zusammenarbeit mit Krankenhäusern, Ärzten und Krankenkassen ermöglicht TransCare eine umfassende Komplettversorgung in verschiedenen Therapiefeldern. Als Bindeglied zwischen medizinischen Einrichtungen und Patienten erleichtert TransCare die Zusammenarbeit im Behandlungsprozess und sorgt damit nicht nur beim Patienten für Sicherheit und Vertrauen.

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