"Ampel-Koalition muss im Klimaschutz mehr wagen"

Wirtschaftsverband en2x zum Koalitionsvertrag

Berlin (ots) -

Der jetzt vorgestellte Vertrag der Ampelkoalition enthält zahlreiche notwendige und auch gute Maßnahmen zum Erreichen der Klimaziele. Er lässt aber zu viele erforderliche Optionen ungenutzt. Darauf weisen die Hauptgeschäftsführer von en2x - Wirtschaftsverband Fuels und Energie, Prof. Christian Küchen und Adrian Willig, hin.

Um die Klimaziele zu erreichen, setzt die künftige Bundesregierung in der Energieversorgung vor allem auf erneuerbaren Strom und CO2-neutralen Wasserstoff aus Deutschland. Die große Bedeutung eines globalen Marktes für grüne Energieträger gerade für ein Industrieland wie Deutschland findet dagegen noch zu wenig Beachtung.

Dabei zeigen Studien schon heute, dass die Klimaziele ohne die massive Einfuhr von CO2-neutralem Wasserstoff und insbesondere auch alternativen flüssigen Kraftstoffen kaum erreicht werden können. "Selbstverständlich werden wir künftig viel mehr erneuerbaren Strom benötigen. Auch der Ausbau der Elektromobilität ist auf jeden Fall erforderlich. Doch es ist riskant, so einseitig auf Elektrifizierung zu setzen, wie es die künftige Bundesregierung offenbar vorhat. Ein robuster Weg zu mehr Klimaschutz muss daher alle Technologieoptionen und CO2-neutralen Produkte einschließen", sagt Christian Küchen.

Mehr Wasserstoff-Importe und mehr alternative Fuels notwendig

Aus Sicht des Verbandes ist es wichtig, geeignete Rahmenbedingungen für grüne Energien in möglichst großer Menge zu schaffen - aus Deutschland und anderen Staaten. Adrian Willig: "Die neue Bundesregierung muss mehr Klimaschutz wagen. So wird die jetzt notwendige Transformation - weg von fossilen Produkten und Rohstoffen und hin zu klimaschonenden Alternativen - im Hinblick auf CO2-neutralen Wasserstoff zwar gut berücksichtigt. Das gilt jedoch nicht für flüssige Energien, die mit grünem Strom hergestellt werden, wie auch für nachhaltige Kraft- und Treibstoffe aus Biomasse. Solche CO2-neutralen Energieträger sind im See- und Luftverkehr unverzichtbar. Sie können und müssen aber auch im Gebäudebestand und bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor für deutlich mehr Klimaschutz sorgen", so Willig.

Notwendig sei zum Beispiel eine ausdrückliche Anerkennung alternativer Fuels in der EU-Flottenregulierung und eine neue Energiesteuer, die sich an der Klimawirkung von Kraftstoffen orientiert, wie sie die EU-Kommission vorgeschlagen hat. "Nimmt die neue Koalition diese Punkte gleich zum Start stärker in den Fokus, steigen die Chancen, die ehrgeizigen Klimaschutzziele auch zu erreichen."

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