Autogipfel im Kanzleramt / VDA-Präsidentin Hildegard Müller

"Es wurden wichtige Weichen für den Standort Deutschland gestellt"

Berlin (ots) - Anmoderation:

Bundeskanzlerin Merkel hat sich heute bei einem erneuten virtuellen Autogipfel mit den Vertretern der Automobilindustrie beraten. In der Videokonferenz ging es um die Zukunft der Branche, um die gut 800.000 Arbeitsplätze und um Strategien, die Hersteller und Zulieferer in der Coronakrise weiter unterstützen sollen. Die Regierung will der durch den dramatischen Rückgang der Weltmärkte sowie den Folgen der Corona-Maßnahmen stark unter Druck geratenen angeschlagenen Automobilindustrie helfen, jedoch wurden heute in der Videokonferenz hierzu noch keine konkreten Maßnahmen vereinbart. VDA-Präsidentin Hildegard Müller zeigte sich nach der Konferenz dennoch zufrieden:

O-Ton Hildegard Müller

Es war ein gutes und konstruktives Treffen mit Spitzenvertretern von Politik und Automobilindustrie. Wir haben uns über die wirtschaftliche Lage unserer Branche ausgetauscht. Der Politik ist die angespannte Lage der Automobilindustrie bewusst. Gerade auch bei den Zulieferern ist die Lage weiterhin ernst. Wir sind noch nicht über den Berg. Auf den Pkw-Märkten sehen wir nach wie vor eine große Kaufzurückhaltung, die Situation bei den Nutzfahrzeugen ist ebenfalls sehr schwierig. Die Maßnahmen des Konjunkturpakets müssen deswegen aus Sicht der Automobilindustrie schnell und energisch umgesetzt werden. Offen sind dabei noch die geplanten Fördermaßnahmen für den Hochlauf der Elektromobilität und den Ausbau der Lade-Infrastruktur, die nationale Wasserstoffstrategie, das Bonusprogramm für Zukunftsinvestitionen und das Flottenaustausch-Programm für schwere Nutzfahrzeuge. (0:48)

Hildegard Müller zeigte sich zuversichtlich, was zukünftige Projekte der Automobilindustrie angeht. Dafür wurden beim heutigen Autogipfel wichtige Entscheidungen getroffen:

O-Ton Hildegard Müller

Es wurden wichtige Weichen für den Standort Deutschland gestellt. Ein zentrales Thema war die strategische Perspektive auf die Zukunft des autonomen Fahrens. Das Verkehrsministerium bereitet hierzu ein Gesetz vor, auf dessen Grundlage fahrerlose Fahrzeuge im Regelbetrieb unterwegs sein können. Ziel ist es, bis 2022 Fahrzeuge entsprechend in den Regelbetrieb zu bringen. Damit setzt sich Deutschland international an die Spitze der Entwicklung in diesem Bereich. Ein zweites Thema war die Entwicklung eines "Datenraumes Mobilität". Mit diesem Projekt sollen die relevanten Daten aller Akteure besser für die Optimierung des Verkehrs genutzt werden können, zum Beispiel durch einen besseren Datenaustausch zwischen öffentlichen Stellen und Nutzern von Pkw und Nutzfahrzeugen. Deutschland wird damit auch in diesem Bereich eine Vorreiterrolle für Europa einnehmen können. (0:46)

Abmoderation:

Bei einem weiteren Autogipfel im November sollen konkrete Ergebnisse von zwei jetzt gebildeten Arbeitsgruppen vorgelegt werden, die sich mit den im Konjunkturpaket vorgesehenen "Zukunftsinvestitionen in die Fahrzeugbranche" und einem marktwirtschaftlichen Konzept zur Stärkung des Eigenkapitals, insbesondere von Zulieferern, beschäftigen. Darauf verständigten sich alle Teilnehmer.

Pressekontakt:



VDA: Eckehart Rotter, 030 897842 120
all4radio: Lydia Bautze-Ortlieb, 0711 3277759 0


Original-Content von: VDA Verband der Automobilindustrie e.V., übermittelt durch news aktuell

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