Estlands e-Residency-Programm

Staat verdient über 200 Millionen Euro

Tallinn (ots) -

Die konsequente Digitalisierung der Verwaltung ist ein echter Erfolgsfaktor für die estnische Regierung - und eine lukrative Einnahmequelle. Das estnische e-Residency-Programm hat im neunten Jahr seines Bestehens einen beeindruckenden Meilenstein erreicht: Der kumulierte Beitrag zum Staatshaushalt liegt nun bei über 200 Millionen Euro. Das e-Residency-Programm zahlt sich also aus: Für jeden Euro, den Estland für e-Residency ausgibt, bringt das Programm 7,60 Euro ein.

Ende 2014 führte Estland das weltweit erste e-Residency-Programm ein, um Ausländer:innen einen sicheren Zugang zu den öffentlichen elektronischen Diensten des Landes zu ermöglichen. Bisher haben 108.000 Menschen den estnischen e-Residency-Status erhalten. Allein in Deutschland gibt es mehr als 7.000 e-Resident:innen, die bereits über 2.000 Unternehmen gegründet haben. Damit ist Deutschland das Land mit den meisten e-Resident:innen. Insgesamt wurden bisher über 28.000 Unternehmen über e-Residency gegründet.

e-Residency als gewinnbringender Export

"Unser e-Residency-Programm hat einen hohen Standard gesetzt und sich auch als profitabler Export erwiesen. Es ist derzeit das einzige staatlich geförderte e-Service-Paket, das Unternehmer:innen auf der ganzen Welt, die ein internationales Unternehmen gründen und führen wollen, eine zu 100 Prozent digitale Nutzererfahrung bietet", sagt Sandra Särav, stellvertretende Generalsekretärin für Wirtschaft und Innovation im estnischen Ministerium für Wirtschaft und Kommunikation.

Liina Vahtras, Geschäftsführerin von e-Residency ergänzt: "Estland ist die erste vollständig digitale Gesellschaft der Welt und bietet seinen Bürger:innen seit über 20 Jahren "Government as a Service". In all dieser Zeit haben die Estinnen und Esten die sicherste digitale ID Europas genutzt, um zu wählen, ihre Steuererklärung abzugeben, ein Unternehmen zu gründen, ihre Geschäfte zu führen und den Rest ihres Lebens vollständig online über interoperable, sichere digitale öffentliche und private Dienste zu organisieren. Dies hat zu einer transparenteren und vertrauenswürdigeren Verwaltung und zu beispielloser Effizienz, Einfachheit und Zeitersparnis für die Bürger:innen geführt."

Das Ende der Plastikkarte: Innovation für sichere Identitätsprüfung kommt

Liina Vahtras ist der Ansicht, dass die Zeit für Aktualisierungen gekommen ist, die das Programm auf ein neues Niveau heben werden. "Um unsere Nutzererfahrung auf ein neues Niveau zu heben, hoffen wir, die Plastikkarten, die an e-Resident:innen ausgegeben werden, hinter uns zu lassen. Im Jahr 2025 wollen wir eine innovative Lösung für die sichere Identitätsüberprüfung aus der Ferne testen, von der nicht nur die e-Resident:innen, sondern auch die estnischen Bürger:innen profitieren werden", erklärte Vahtras und betonte, dass diese neuen Lösungen auch mehr Sicherheit und Komfort bieten müssen - zwei Aspekte, bei denen e-Residency keine Zugeständnisse macht.

Hier geht es zur offiziellen Webseite des Programms: https://www.e-resident.gov.ee

Über e-Residency

Das estnische e-Residency-Programm wurde Ende 2014 mit dem Ziel ins Leben gerufen, ausländischen Staatsangehörigen einen sicheren Zugang zu den elektronischen Behördendiensten Estlands zu ermöglichen, gleichzeitig das grenzüberschreitende Unternehmertum zu fördern und zusätzliche Einnahmen für den Staatshaushalt zu erzielen. Im Laufe der Jahre haben mehr als 108.000 Personen aus 176 Ländern den estnischen e-Residency-Status erhalten (ohne neue Anträge und widerrufene digitale IDs). Insgesamt wurden bis heute über 28.000 Unternehmen über e-Residency gegründet.

Bildmaterial

e-Residency logo (https://mediaserver.frauwenk.de/E-Residency/republic-of-estonia-e-residency-logo.jpg)

Liina Vahtras (Managing Director e-Residency) (https://mediaserver.frauwenk.de/E-Residency/Liina%20Vahtras_foto%20autor%20Marilin%20Leenurm%20.jpg)

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