Connemann/Pols

Meilenstein der Erinnerungskultur

Berlin (ots) - Dokumentations- und Bildungszentrum Zweiter Weltkrieg findet breite Mehrheit

Zum heutigen Beschluss des Koalitionsantrags "Gedenken an die Opfer des deutschen Vernichtungskriegs stärken und bisher weniger beachtete Opfergruppen des Nationalsozialismus anerkennen" erklären die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann, und der Sprecher der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutsche Minderheiten, Eckhard Pols:

Gitta Connemann: "Mit großer Mehrheit hat der Deutsche Bundestag unserem Antrag zugestimmt. Der Beschluss, ein Dokumentations- und Bildungszentrum Zweiter Weltkrieg zu errichten, ist ein Meilenstein. Das Konzept soll von einer Arbeitsgruppe von Fachleuten erarbeitet werden - ohne politische Beteiligung. Wir brauchen Zeitzeugnisse. Denn die Zeitzeugen sterben und somit verblassen allmählich die Erinnerungen an die Folgen des deutschen Vernichtungskriegs. Wer weiß heute noch, wie groß Zerstörung und Elend im Zweiten Weltkrieg waren? Deshalb brauchen wir ein solches Zentrum - um nicht zu vergessen, aber auch um zu lernen. Wir müssen Geschichte und die Geschichten von Menschen verstehen. Die der Opfer, aber auch der Menschen, die zu Tätern wurden. Welche Lehren ziehen wir daraus? Die Geschichte zeigt: Menschen tragen beides in sich - Täter und Opfer. Wir entscheiden. Und damit auch über Gegenwart und Zukunft. Aber dafür müssen wir die Strukturen und Hintergründe kennen. Denn Wissen ermöglicht Haltung. Mit dem heutigen Beschluss haben wir hierzu den Weg geebnet."

Eckhard Pols: "Der mit breiter Mehrheit gefasste Beschluss zur Errichtung eines Dokumentationszentrums zur weiteren Aufarbeitung des Zweiten Weltkrieges ist ein großer Verdienst der Kultur- und Vertriebenenpolitiker der Koalition. Dabei ist mit der Legendenbildung aufräumen, dass erst ein sogenannter Kompromiss zweier vom Bund geförderter Einrichtungen Bewegung in das geplante Gedenkvorhaben gebracht habe.

Die Union hält am Postulat des ehemaligen Bundespräsidenten und Christdemokraten Richard von Weizsäcker in seiner berühmten Rede zum 8. Mai 1945 fest: 'Wir müssen der historischen Wahrheit ins Auge sehen, ohne Beschönigung und ohne Einseitigkeit.' Die historische Wahrheit ist allerdings heute in Gefahr. Unsere Fraktion beobachtet mit großer Sorge, dass die Erinnerungskultur und Deutung des Zweiten Weltkrieges widersprüchlicher, ja umstrittener ist denn je.

Deshalb finden sich die Leitlinien unserer Geschichtspolitik im Antrag klar wieder. So darf der neue Ort des Gedenkens keine Konkurrenz zu bestehenden Gedenkeinrichtungen erzeugen. Dies ist uns sehr wichtig, denn lange und letztlich erfolgreich haben wir uns dafür eingesetzt, dass auch das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen anerkannt wird."

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