Eugen Brysch, Stiftung Patientenschutz

Kann nicht sein, dass am Ende ein Gericht über Krankenhausreform entscheidet

Dortmund/Bonn (ots) -

Eugen Brysch, Vorstand Deutsche Stiftung Patientenschutz, warnt davor, das System der Krankenhäuser in Deutschland auf dem Reißbrett zu verändern, es brauche vielmehr eine politische Strategie. Bei phoenix forderte Brysch: "Den ländlichen Raum stärken, den Ballungsbereich abarbeiten und bei Zentren, wo ich zentrale, wichtige Funktionen habe, die Erreichbarkeit so organisieren, dass in maximal 30 Minuten jeder da ist." Das bedeute, so Brysch, dass das "Krankenhaus um die Ecke" weiter existieren müsse. Dafür, so erklärte er, sei jedoch nicht genug Geld da, im Gegenteil sei es so, dass kleinere Krankenhäuser auf dem Land gerade "wegsterben". "Die Insolvenzen sind da und Herr Lauterbach und die Länder haben sich total verfahren. Es kann nicht sein, dass am Ende das größte deutsche Gericht darüber entscheidet, wie die Krankenhausreform aussieht", warnte Brysch. Der Ansatz, schwerwiegende Behandlungen in speziellen Zentren zu bündeln, sei richtig, es brauche jedoch auch weiter eine gute Versorgung auf dem Land. "Das ist ein richtiger Ansatz. Wir müssen aber alles im Blick behalten, es ist ja ein System, das gewachsen ist und das kann ich nicht auf dem Reißbrett verändern, sondern das muss ich mit einer politischen Strategie tun", sagte der Patientenvertreter.

Das komplette Interview sehen Sie hier: https://phoenix.de/s/aVW

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