Aktuelle Umfrageergebnisse zum Tag des Meeres (8. Juni)

Jeder zweite Deutsche ändert seine Essgewohnheiten aus Umweltbedenken

Berlin (ots) -

Ein Großteil der Verbraucher und Verbraucherinnen in Deutschland hat seine Ernährungsgewohnheiten in den vergangenen Jahren verändert - und zwar zumeist aus Sorge um die Umwelt. Dies geht aus einer neuen weltweiten Umfrage des Marine Stewardship Council (MSC) hervor, die zum Internationalen Tag des Meeres (8. Juni) veröffentlicht wurde.

Verbraucher und Verbraucherinnen sind sich der Umweltauswirkungen ihres Ernährungsverhaltens heute mehr denn je bewusst. Von gut 27.000 befragten Menschen in 23 Ländern haben mehr als 80 Prozent ihre Essgewohnheiten in den letzten zwei Jahren verändert. In Deutschland waren es 1.087 von 1.375 Befragten. 55 % der Befragten in Deutschland nannten dabei die Sorge um die Umwelt als einen Hauptgrund für das veränderte Essverhalten, neben gesundheitlichen Aspekten und Kostengründen.

Fleisch, Gemüse, Fisch - was hat sich geändert?

Die größte Verhaltensänderung gab es beim Verzehr von rotem Fleisch wie Rind- oder Lammfleisch: 48 % der in Deutschland Befragten haben ihren Konsum von rotem Fleisch in den letzten zwei Jahren reduziert. Größter Gewinner dieser Entwicklung ist das Gemüse: 38 % der Deutschen, so das Ergebnis der Umfrage, essen heute mehr Gemüse als vor zwei Jahren. Was den Fischkonsum betrifft, essen 32 % der in Deutschland Befragten heute weniger Fisch und Meeresfrüchte als vor zwei Jahren, 6 % essen mehr. Jeder Dritte Befragte sagte gleichzeitig, er würde mehr Fisch oder Meeresfrüchte essen, wenn sichergestellt wäre, dass der Fischfang die Gesundheit der Meere nicht gefährdet.

In der deutschen Öffentlichkeit nimmt das Wissen der Menschen um die ökologische Bedeutung des Meeres zu. 64 % der in Deutschland Befragten gaben zum Beispiel an, dass sie angesichts der Extremwetter-Ereignisse der vergangenen Jahre nun ein stärkeres Verlangen verspüren, die Meere zu schützen.

Gleichzeitig ist sich ein wachsender Teil der Öffentlichkeit der Bedeutung von nachhaltiger Fischerei für den Erhalt gesunder Fischbestände bewusst: 57 % der in Deutschland Befragten verbinden nachhaltigen Fischfang mit einem besseren Schutz gefährdeter Arten, 40 % mit dem Erhalt gesunder, nicht überfischter Bestände. Beides sind Schlüsselelemente des MSC Umweltstandards und damit Grundvoraussetzungen für jede MSC-Zertifizierung nachhaltiger Fischereien.

Menno Bax, Leiter des MSC für DACH und Benelux: "Wir alle müssen noch mehr dafür tun, die Überfischung der Meere weltweit zu bekämpfen. Die Belohnung nachhaltiger Fischer ist dabei unerlässlich als Anreiz für einen positiven Wandel. Als Verbraucher können wir einen Beitrag leisten, indem wir bei Fischkauf auf eine nachhaltige Herkunft unseres Fischs achten. Dabei kann das MSC-Siegel Orientierung bieten."

Mehr Nachhaltigkeit in der Fischerei weiterhin dringend nötig

MSC-zertifizierte Fischereien haben in den letzten drei Jahren mehr als 400 Maßnahmen umgesetzt, unter anderem zum Schutz gefährdeter Meerestiere und mariner Lebensräume. Fischer, die nach dem weltweiten, wissenschaftsbasierten Umweltstandard des MSC zertifiziert sind, müssen Fischbestände nachhaltig befischen und ihre Auswirkungen auf die Meeresumwelt minimieren.

Der Schutz der Meere und ihrer Artenvielfalt ist von entscheidender Bedeutung für die Gesundheit unseres Planeten. Der Ozean bedeckt mehr als 70 % der Erde und produziert mindestens 50 % des Sauerstoffs. Er beherbergt den größten Teil der biologischen Vielfalt der Erde und ist die Hauptproteinquelle für mehr als eine Milliarde Menschen auf der Welt.

Die Ergebnisse der vom MSC in Auftrag gegebenen und von GlobeScan, einem weltweit tätigen Marktforschungsunternehmen, durchgeführten Studie werden zum Tag des Meeres veröffentlicht, der seit 2008 von den Vereinten Nationen am 8. Juni ausgerufen wird, um das Bewusstsein für die Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Meere zu schärfen und eine nachhaltige Bewirtschaftung der Weltmeere zu erreichen.

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Über den MSC

Der Marine Stewardship Council (MSC) ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich weltweit für den Erhalt der Fischbestände einsetzt. Mit seinem Zertifizierungsprogramm ermöglicht der MSC den Schutz und die nachhaltige Nutzung der wertvollen Ressource Fisch.

Der MSC ist weltweit anerkannt als das strengste Programm zur Zertifizierung nachhaltiger Fischerei. Die Anforderungen, die Fischereien für eine MSC-Zertifizierung erfüllen müssen, wurden von über 200 Experten weltweit entwickelt und entsprechen einem breiten wissenschaftlichen Konsens darüber, was nachhaltige Fischerei beinhalten muss.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.msc.org/de (http://www.msc.org/at)

Pressekontakt:



Marine Stewardship Council (MSC)
Andrea Harmsen
+49 30 609 8552 10
andrea.harmsen@msc.org


Original-Content von: Marine Stewardship Council (MSC), übermittelt durch news aktuell

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