Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe im April 2024

-0,5 % zum Vormonat

19.06.2024
WIESBADEN (ots) -

Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe, April 2024

-0,5 % real zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)

-5,6 % real zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

Reichweite des Auftragsbestands

7,1 Monate

Der reale (preisbereinigte) Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im April 2024 gegenüber März 2024 saison- und kalenderbereinigt um 0,5 % gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2023 lag der Auftragsbestand kalenderbereinigt 5,6 % niedriger.

Zum Rückgang des Auftragsbestands trug wie bereits in den Vormonaten auch im April 2024 hauptsächlich die Entwicklung in der Automobilindustrie bei. Mit saison- und kalenderbereinigt -3,0 % im Vergleich zum März 2024 ging der Auftragsbestand hier bereits im 15. Monat in Folge zurück. Positiv auf den Auftragsbestand wirkte sich hingegen der Anstieg im Bereich Sonstiger Fahrzeugbau aus (Flugzeuge, Schiffe, Züge; +0,7 %).

Die offenen Aufträge aus dem Inland fielen im April 2024 gegenüber März 2024 um 0,9 %, der Bestand an Aufträgen aus dem Ausland sank um 0,2 %.

Bei den Herstellern von Investitionsgütern verringerte sich der Auftragsbestand um 0,5 % und im Bereich der Vorleistungsgüter um 1,0 %. Im Bereich der Konsumgüter stieg der Auftragsbestand um 0,6 %.

Reichweite des Auftragsbestands auf 7,1 Monate gesunken

Im April 2024 fiel die Reichweite des Auftragsbestands im Vormonatsvergleich auf 7,1 Monate (März 2024: 7,2 Monate). Bei den Herstellern von Investitionsgütern verringerte sich die Reichweite auf 9,7 Monate (März 2024: 9,8 Monate) und bei den Herstellern von Vorleistungsgütern sank die Reichweite auf 4,0 Monate (März 2024: 4,1 Monate). Die Reichweite bei den Herstellern von Konsumgütern blieb unverändert bei 3,5 Monaten.

Die Reichweite gibt an, wie viele Monate die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne neue Auftragseingänge theoretisch produzieren müssten, um die vorhandenen Aufträge abzuarbeiten. Sie wird als Quotient aus aktuellem Auftragsbestand und mittlerem Umsatz der vergangenen zwölf Monate im betreffenden Wirtschaftszweig berechnet.

Methodische Hinweise:

In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte zum Vormonat. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der kalenderbereinigte Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen und Kalendereffekten unabhängig. Im Zuge der Corona-Krise und des Kriegs in der Ukraine kann es zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen im Vormonatsvergleich und Vorjahresvergleich kommen.

Der Auftragsbestand umfasst die Summe der Auftragseingänge am Ende des Berichtsmonats, die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu Umsätzen geführt haben und die nicht storniert wurden. Die Veränderungsraten basieren auf dem preisbereinigten Index des Auftragsbestands im Verarbeitenden Gewerbe. Das durchschnittliche Ergebnis im Jahr 2021 wird dabei als Basis des Index verwendet und auf 100 Indexpunkte festgelegt (2021 = 100). Die Saison- und Kalenderbereinigung erfolgte mit dem Verfahren X13 JDemetra+. Der Auftragsbestand wird in der Gliederung der "Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008)" erfasst und ausgewertet. Dabei wird der Auftragsbestand wie der Auftragseingang nur in ausgewählten Wirtschaftszweigen des Verarbeitenden Gewerbes erhoben.

In dieser Pressemitteilung werden für einige Wirtschaftszweige für ein besseres Verständnis Kurzbezeichnungen verwendet, die von den Bezeichnungen der "Klassifikation der Wirtschaftszweige (Ausgabe 2008)" abweichen. Eine Übersicht dieser Kurzbezeichnungen ist auf der Themenseite "Industrie, Verarbeitendes Gewerbe" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zu finden.

Weitere Informationen:

Ergebnisse in tiefer Gliederung können in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden (42155-0004 Auftragsbestandsindizes und 42113-0001 Reichweiten des Auftragsbestandes).

Ausführliche Informationen zur Produktion der energieintensiven Industriezweige sind auf der Themenseite "Industrie, Verarbeitendes Gewerbe" verfügbar.

Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.

Weitere Auskünfte:
Konjunkturindizes, Saisonbereinigung,
Telefon: +49 611 75 2806
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