10 Jahre CORRECTIV

Mit investigativem Journalismus, Medienbildung und Technologien für eine starke Demokratie

11.07.2024
Essen/Berlin (ots) -

Am 14. Juli 2014 begannen sieben Menschen als unabhängiges, gemeinnütziges Recherchezentrum CORRECTIV zu arbeiten. In den letzten zehn Jahren hat sich CORRECTIV zu Deutschlands größtem gemeinwohlorientierten Medienhaus entwickelt - mit über 150 Mitarbeitenden.

Das gemeinwohlorientierte Medienhaus CORRECTIV feiert zehnjährigen Geburtstag. Seit seinem Start 2014 hat sich CORRECTIV zum größten gemeinwohlorientierten Medienhaus Deutschlands entwickelt. Über 150 Menschen sind in verschiedenen Funktionen an bisher sechs Standorten (Essen, Berlin, Bottrop, Hamburg, Greifswald, Bern) Teil des Teams. Die Mission für die Zukunft: mit den Mitteln des gemeinwohlorientierten Journalismus, der Medienbildung sowie Technologie die Demokratie stärken.

"Die Demokratie zum Leuchten bringen"

"Wir wollen mit CORRECTIV die demokratische Gesellschaft stärken. Deshalb sind unsere Inhalte schon immer an frei zugänglich", sagt CORRECTIV-Gründer und Publisher David Schraven. "Jeder Mensch hat ein Recht auf sorgfältige Recherchen. Nur so können alle sinnvoll am Diskurs teilhaben. Gemeinnütziger Journalismus spielt hier eine entscheidende Rolle. In Zeiten von Desinformation und Populismus ist er eines der wichtigsten Instrumente zur Sicherung demokratischer Prozesse." Co-Geschäftsführerin Jeannette Gusko ergänzt: "Ohne Demokratie geht es nicht. Sie ist die Grundlage für unsere Rechte und Freiheiten - auch die Pressefreiheit - und prägt unseren Alltag bis ins Detail. Wir sind jetzt alle gefragt. Deswegen halten wir uns auch als Medienhaus nicht zurück. Wir wollen die Demokratie zum Leuchten bringen und setzen alle unsere wirksamen Mittel dafür ein".

Im Kern der Arbeit von CORRECTIV steht unabhängiger Journalismus. Dieser ist bei CORRECTIV auf das Gemeinwohl ausgerichtet. Das bedeutet, mit investigativen Recherchen systemische Probleme für alle greifbar zu machen und so zu dessen Lösung beizutragen. Zu den wichtigsten Recherchen der vergangenen zehn Jahren zählen die Spurensuche zum Flug MH17 (https://mh17.correctiv.org/), die CumEx-Files (https://correctiv.org/themen/cum-ex-steuerbetrug/), Recherchen zur AfD-Spendenaffäre (https://correctiv.org/top-stories/2021/09/15/afd-wahlkampf-werbung-millionenauftraege-anonyme-spender-spendenaffaere/), die Crowdrecherchen Wem gehört die Stadt? (https://correctiv.org/themen/wem-gehoert-die-stadt/), sowie zuletzt Geheimplan gegen Deutschland (https://correctiv.org/aktuelles/neue-rechte/2024/01/10/geheimplan-remigration-vertreibung-afd-rechtsextreme-november-treffen/). "Wir haben die Zuversicht, dass mit den Mitteln der Aufklärung die Welt besser werden kann. Das haben die 500 Jahre Demokratieentwicklung in Europa bewiesen. Erst, wenn wir Probleme erkennen, können wir sie lösen. Dafür tritt CORRECTIV an", sagt Schraven.

CORRECTIV - mehr als eine Redaktion

"Ein weiterer Eckpfeiler für eine starke, demokratische Zivilgesellschaft ist die Medienbildung. Sie ist die Grundlage für Teilhabe", sagt CORRECTIV-Geschäftsführerin Jeannette Gusko. "In verschiedenen Projekten werden Menschen mit den erforderlichen Fähigkeiten und Werkzeugen ausgestattet, um zu lernen, wie sie Informationen zuverlässig konsumieren, einordnen und verbreiten können."

Die eigenständige Faktencheck-Redaktion entlarvt Falschmeldungen und vermittelt Argumente und Methoden gegen Desinformation. Die Reporterfabrik ist Europas größte Medienbildungsplattform, die Jugendredaktion Salon5 vermittelt Medienkompetenz und macht die Methoden des Journalismus für Jugendliche zugänglich.

Als weitere Säule setzt CORRECTIV auf Menschen-zentrierte Technologien. Das Team entwickelt eigene Tools, die Redaktionen helfen, eine Beziehung zu Communities aufzubauen und Beteiligung ermöglichen. Die erprobten Modelle von CORRECTIV können Neugründungen unterstützen. Hier liegt die Zukunft des Journalismus.

Gemeinnützigkeit als Basis

In den letzten 10 Jahren hat sich CORRECTIV als gemeinwohlorientiertes Medienhaus etabliert. Die Gemeinnützigkeit der Organisation bildet dabei die Basis für Unabhängigkeit, Innovationskraft und Resilienz. "Unser Ziel ist es, den gemeinnützigen Journalismus zu festigen - als dritte Kraft neben kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Medien. Unser gemeinnütziger Journalismus ist zukunftsorientiert, konstruktiv und zugänglich und trägt wesentlich zur Vielfalt der Medienlandschaft bei", sagt David Schraven.

Während viele Zeitungen und Redaktionen weltweit aufgrund finanzieller Engpässe schließen müssen und in Krisenzeiten Stellen abgebaut werden, zeigt CORRECTIV, wie neue Modelle im Journalismus diesen Herausforderungen begegnen. CORRECTIV ist Teil des Forums für gemeinnützigen Journalismus in Deutschland, das sich dafür einsetzt, Journalismus als gemeinnützigen Zweck in die Abgabenordnung aufzunehmen und die Medienlandschaft nachhaltig zu gestalten.

Pressekontakt:



Esther Ecke
esther.ecke.fm@correctiv.org
+49 1573 177 29 29


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