8 Menschen-Typen, die Sie besser meiden sollten

Dr. med. Günther Umbach - Komische Leute

Unser Umfeld färbt immer auf uns ab

Wir übernehmen wir die Haltung und auch die Sprache von denen, mit denen wir viel Zeit verbringen. Idealerweise sind das positiv denkende, optimistische Menschen, mit denen wir in Resonanz sind und gemeinsame Ziele verfolgen. Andererseits gibt es eine Reihe von Menschen, die unnötigen Stress verursachen und einem nicht guttun. Vor diesen sollte man sich im eigenen Interesse schützen oder besser komplett fernhalten.

Wie erkennt man diese Menschen und wie sollte man vorgehen, um nicht in deren Einflussbereich zu gelangen? Nachfolgend finden Sie acht, sich teilweise überschneidende, Charaktere, basierend auf langjähriger persönlicher Unternehmens- und Berater-Erfahrung. Ganz politisch korrekt ist diese Betrachtung wohl nicht. Dieses sei vorausgeschickt.

 

a) Die Unzuverlässigen und Unpünktlichen

Diese Menschen machen grundsätzlich nicht das, was sie versprechen, erscheinen häufig mit Verspätung oder gar nicht. Termine und Deadlines werden zuverlässig verpasst und man muss ständig nachhaken. Was tun? Hilfreich ist, Projekte in überschaubare Etappen aufzuteilen. Vereinbaren Sie in einem Aktionsplan klar, wer für was verantwortlich ist und bis wann Dinge erledigt sein müssen. Machen Sie im Projektverlauf bevorzugt mit denjenigen weiter, die in der Lage sind, Vereinbarungen einzuhalten - anderenfalls erwartet Sie ein dornenvoller Weg.

 

b) Die Unberechenbaren

Sonst eigentlich vernünftige Teammitglieder legen unerwartet ein erratisches Verhalten an den Tag. Ein Beispiel aus meinem früheren beruflichen persönlichen Umfeld: Eine Person hat unerwartet eine abschätzige, unpassende Massen-E-Mail an einen großen Verteiler versendet. Eine andere Person hat einen wichtigen Meinungsbilder grundlos verärgert.

 

c) Die permanenten Pechvögel

Es gibt Menschen, die vom Schicksal verfolgt zu sein scheinen und Unglück förmlich anziehen. Als "Opfer der Umstände" ("professional victims") erleiden sie Zurückweisungen, Enttäuschungen und Unfälle überdurchschnittlich häufig – ohne dass eine kausale Verbindung erkennbar wäre. Oft liegt der Grund jedoch in der Persönlichkeitsstruktur. Manche nehmen ihr individuelles Psychodrama überall hin mit und verbreiten unweigerlich Chaos.

 

d) Die notorischen Nörgler

Diese Meckerer und Miesepeter haben oft querulatorische Züge und sind Meister im Klagen und Jammern – auch über längst vergangene Ereignisse. Es lässt sich immer irgendetwas finden, über das man sich aufregen, empören und entrüsten kann. Gerne beschwert man sich über "die da oben", "die unfaire Konkurrenz" oder die "wahnsinnig ungerechte Situation".

 

e) Die Trotzig-Uneinsichtigen

Wenn sie sich erst einmal eine Meinung gebildet haben, bleibt diese – egal wie viele vernünftige und sachliche Argumente Sie bringen. Da diese aus Prinzip ihre festgefahrene Auffassung nicht ändern wollen, können Sie sich die Mühen sparen, diese Menschen überzeugen zu wollen. Die Parallele zu den "Querdenkern" ist unübersehbar.

 

f) Die ewig Wartenden

Es gibt Menschen, die in ihrem Leben geduldig der Dinge harren, die da kommen werden – ohne jedoch selbst die Initiative zu ergreifen. Passiv und lustlos wartet man, dass endlich irgendetwas geschieht, dass irgendjemand kommt, dass irgendjemand etwas macht. Das lange und vergebliche Warten erinnert an Samuel Becket's berühmt-absurdes Theaterstück "Warten auf Godot".

 

g) Die faulen Unkonstruktiven

Menschen, die gar nicht arbeiten wollen und ihr berufliches Leben in "geistiger Schonhaltung" verbringen, sind selten – aber es gibt sie. Oft wird eine Arbeitsvermeidungsstrategie geschickt hinter einer netten Kulisse oder emsiger Betriebsamkeit verborgen. Je größer die Firma, je diffuser die Aufgaben, je häufiger die Personalwechsel, umso weniger fällt dies auf.

 

h) Die geübten Schwarzseher

Diese pessimistischen Menschen sehen überall Probleme und befinden sich stets im Krisenmodus. Für diese Menschen erscheint alles unterirdisch dunkel-düster und aussichtlos. Die bloße Anwesenheit dieser Menschen zieht einen mental nach unten. Chronische Bedenkenträger, Schwarzmaler und Bremser können Wachstum, Fortschritt und das Entwickeln von Lösungen verhindern.

 

Professionell vorgehen: Aber wie?

Analysieren Sie Ihr Umfeld. Kennen Sie vielleicht Menschen, die in eine der obigen Kategorien fallen? Wenn Ihnen spontan mehrere Namen einfallen, ist es an der Zeit, zu prüfen, ob Sie einige Dinge ändern sollten.

Suchen Sie zuerst das Gute in allen Menschentypen: Inwieweit gibt es individuelle Talente und Potenziale, die man durch Weiterbildung und Coaching fördern könnte?

Wenn das nicht der Fall ist: Treffen Sie die einig logische, wenn auch unbequeme Entscheidungen! Schließlich sind Sie keine Marionette in einem Zirkus, sondern vielmehr sitzen Sie im Cockpit Ihres Lebens. Jedes langwierige Abwarten würde eine Zustimmung zum Status quo implizieren.

Es ist angebracht, die richtige Mischung aus souveräner Entschlossenheit, verständigem Wohlwollen und guten Nerven zu haben. Hier die vier Dimensionen möglichen Vorgehens:

1. Die kognitive Ebene
Sie bringen rationale Argumente und nutzen Ihr rhetorisches Geschick, um die anderen zu überzeugen oder umzustimmen. Die Erfolgsaussichten sind gering, aber zumindest mal einen Versuch wert.

2. Die persönlich-emotionale Ebene
Sie haben Geduld, Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl. Sie stellen gute Fragen. Sie hören gut zu. Appellieren Sie auf der Beziehungs-Ebene an Gemeinschaftsgefühl und Teamgeist.

3. Distanz
Nehmen Sie räumlich und zeitlich Abstand. Minimieren Sie Ihre Verweilzeiten bei diesen "Energie-Räubern".

4. Transfer
Die "Lösung des Problems" kann im "Loslösen vom Problem" bestehen. Prüfen Sie, ob manche Menschen woanders beruflich besser aufgehoben wären und Sie helfen können, den Weg zu ebnen. Das wäre für alle eine Erleichterung.

 

Persönliche Empfehlung: Das Umfeld gestalten

Handeln Sie: respektvoll, wertschätzend, entschlossen. Dann können Sie Ihre wertvolle Zeit und Energie auf die Menschen konzentrieren, die Sie motivieren und inspirieren – in Richtung eines bewussten, glücklichen und erfolgreichen Lebens.

 

Bildnachweis

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